erst 1974 zu einem Dachverband mehrerer kleiner – hauptsächlich von Priestern initiierter Spar- und Kreditgenossenschaften – und dann heißt es plötzlich, dass sie ganze 12 Mitglieder waren, bevor sie mit staatlichen Fördermitteln eine lokale Busverkehrsgenossenschaft, die SCT, gründeten und dadurch in kürzester Zeit wegen der benötigten Busfahrer│innen auf mehr als 300 Genoss│innen anwuchsen.
| Veranstaltung | Typische Wettmöglichkeiten | Buchmacher (Beispiel) |
|---|---|---|
| Berlin-Marathon | Sieger, Zeit unter/über X, deutscher Läufer | Tipster Berlin |
| ISTAF (Leichtathletik) | Sieger 100m, Weite Stabhochsprung | Oddset |
| Berliner Wahl | Stärkste Partei, Koalitionsaussagen | Spezialisierte politische Wettbörsen |
| Berlin International Film Festival (Berlinale) | Gewinner Goldener Bär, bester Schauspieler | Internationale Anbieter |
Fragwürdig ist auch das »Wir«, das das Buch oder den Bericht geschrieben hat. Es scheint so, als wenn selbstlose Berater mit dem gesamtgesellschaftlichen Konzept für Genossenschaften hier angetreten sind – und auch federführend alles begleitet und geleitet haben, trotz der Infiltration von Spionen, Gegnern und Polizeispitzeln.
Das wäre beachtlich und gleichzeitig bedenklich, denn alles wird von möglicherweise immer noch den gleichen Leuten „informell“ angeleitet, die eigentlich längst hätten in der Masse der Mitglieder verschwinden müssen, wie „Fische im Wasser“
"Manchmal brauchen wir nicht einmal mehr darüber zu reden, um zu wissen, was wir alle denken. Womöglich sei man schon "auf dem Weg zum kollektiven Gehirn". Vielleicht liegt darin das Geheimnis: Die Cooperativistas sehen das Unsichtbare, die menschliche Verbundenheit, als ihren kostbarsten Schatz, den sie hegen und pflegen. Über den autonomen Genossenschaftsverband CECOSESOLA im Bundesland Lara von Venezuela. Mit rund 20.000 Mitgliedern in diversen eigenständigen Genossenschaften und Kollektivbetrieben um die regionale Landeshauptstand Barquisimeto [eine Million Einwohner westlich von Caracas gelegen] berichtet das neue Buch der Berliner Buchmacherei Auf dem Weg – Gelebte Utopie einer Kooperative in Venezuela.
Nun, es ist eben nicht eine Kooperative, sondern der regionale Dachverband, eben CENTRAL COOPERATIVA DE SERVICIOS SOCIALES DEL ESTADO LARA und dieser Zusammenschluß erwirtschaftete einen Umsatz von umgerechnet 100 Millionen US$ (430 Mio. Bolívares) im Jahr 2010. Kann eine Entscheidungsfindung in so einem großen „Betrieb“ tatsächlich immer „im Konsens“ getroffen werden, wie die Autoren behaupten und der „unorthodoxe“ Marxist John Holloway (Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen) tatkräftig bestätigt? Wozu bedarf es dann aber gut 6 Prozent an „Hauptamtlichen“, die als trabajadores asociados den doppelten Mindestlohn als Vorschuß verdienen? – Beachtlich auch, daß sich jedes Mitglied diese verantwortlichen Tätigkeiten noch selbst aussuchen kann.
Wie funktionieren „horizontale Strukturen“, wie eine Selbstverwaltung ohne Chefs, denn „Rotation ist Prinzip: Niemand soll sich auf bestimmten Posten einbunkern oder es sich auf Kosten anderer bequem machen. Die Aufgabe in der Verwaltung werden immer von neuen Kooperativistas übernommen, damit möglichst viele auch diese Bereiche kennenlernen und sich entsprechende Kompetenzen aneignen können.“ (S. 8) »Unsere Treffen werden so zu Möglichkeiten, ein »Wir« ohne Grenzen zu erleben. Ein Wir, das auch bedeutet, dass wir uns Kriterien zu eigen machen, die wir alle teilen. Flexible Kriterien, die im Konsens geändert werden, wenn sich die Umstände andern und wir uns in der Reflexion verändern. halt … Gewerkschaft Ein spannender Punkt in der Entwicklung von CECOSESOLA zu „einer sozialen Organisation, einer Bewegung“, ist die Auseinandersetzung in der Buslinien-Kooperative über den Sinn einer Gewerkschaft (in Venezuela sind nur Betriebs-gewerkschaften erlaubt).
Die Welt um uns herum besteht eben nicht aus „Gutmenschen“, die einsehen, daß ein Vorstand bet beste sportwetten apps oder ein anderes Gremium einer Genossenschaft einen bösen Schnitzer gemacht hat, der von einem Plenum nachträglich aufgehoben wurde. „Diese Art Entscheidungen zu treffen, kann offensichtlich zu Chaos und Fehltritten führen, die unter Umständen große ökonomische Verluste nach sich ziehen. Aber alle ökonomischen Verluste werden um ein Vielfaches kompensiert durch die Flexibilität und Dynamik, die in der Organisation entsteht, dadurch dass wir uns von den kulturellen Fesseln befreien, die unser aller Kapazitäten und kreatives Potenzial einengen. Heute reiben wir uns nicht mehr im schäbigen Hickhack interner Machtkämpfe auf. Und unsere menschlichen Möglichkeiten sind nicht mehr in hierarchischen Beziehungen eingeschlossen oder im Dickicht parlamentarischer Regelungen gefangen, mit denen angeblich die Beteiligung geregelt wird.
Normen auf der Grundlage von Misstrauen, die letzten Endes eine wirkliche Beteiligung nur behindern. Mit der Zeit wird das Modell der Repräsentation und Vertretung durch eine verantwortliche, direkte und alltägliche Beteiligung ersetzt. Die Treffen haben sich in Räume verwandelt, die ohne Einschränkung für jede und jeden offen stehen. Bei den Themen, die behandelt werden können, gibt es keine Eingrenzung. Alle Mitglieder oder Treffen machen sich die Entscheidungen zu eigen, die auf der Grundlage der gemeinsamen Kriterien zustande gekommen sind.
Ein Quorum für Beschlussfähigkeit ist bet tipico auszahlung dauert lange damit hinfällig. Vielleicht – aber wir wissen aus eigener Erfahrung, dass das Ganze funktionieren kann, wenn wir den gegenseitigen Respekt und die Solidarität in unserem Zusammensein vertiefen. Wenn all die Energien freigesetzt werden, die im Dickicht der starren Organisationsformen, die unsere Kultur zu bieten hat, gefangen sind. So entsteht die solidarische Kraft, …“ (Seite 128) Die Entscheidungsfindung bei CECOSESOLA ist mehr als fragwürdig – nicht weil sie „chaotisch“, sondern weil sie m.E. Sollte es Gruppierungen oder Einzelindividuen geben, die das Unternehmen übernehmen wollen, dann bilden sie eben diese „informellen Gruppen“ und fällen Entscheidungen gegen das »Wir«-Gefühl der meistens doch schweigenden Mehrheit. Hier erklären die Verfasser ganz deutlich, daß sie der Auffasssung sind, daß es keiner gewerkschaftlichen Vertretung der Genossenschaftsmitglieder bedarf.
| Aspekt | Beschreibung | Unterschied zu Online |
|---|---|---|
| Lage | Häufig in belebten Einkaufsstraßen oder in der Nähe von Sportstätten | Physische Präsenz erforderlich |
| Einrichtung | Monitore mit Live-Ergebnissen, Theke, Terminal zum Ausdrucken von Scheinen | Persönliche Interaktion möglich |
| Kundschaft | Gemischtes Publikum, oft Stammkunden aus der Nachbarschaft | Sozialer Treffpunkt |
| Service | Beratung, Barannahme, Cash-Out | Sofortige Bargeldtransaktion |
Der zu den überhöhter Lohnforderungen einiger machtgeiler und auf Pöstchensuche befindlicher Agitatoren einer (linken?) Partei als Argument angeführte Spruch lautet: „Wenn in der Küche Schmalhans waltet, kann man keine Gelage feiern.“ Das ist wirklich nicht spaßig, bedenkt man, daß ansonsten in dem Text sehr gerne von der Verantwortung für die Gemeinschaft, die Kommune und die Verankerung in der übrigen Gesellschaft geredet wird.
Eine Kontrolle durch betriebsfremde Gewerkschafter soll also nicht stattfinden – alles dreht sich im eigenen Saft bzw.
Diese gemeinsamen Kriterien erleichtern die Beteiligung aller an den Entscheidungen. Es gibt kein Leitungsgremium, keinen Geschäftsführer und keine Aufsicht mehr, auf denen wir uns »ausruhen« könnten, um uns damit der eigenen Verantwortung zu entziehen. Wir versuchen dafür zu sorgen, dass die Treffen nicht zu einem Ersatz für die Geschäftsleitung oder den Geschäftsführer werden, denn auch das würde unsere Entwicklung beschneiden. Wir fällen zwar weiterhin Entscheidungen auf unseren Treffen, aber auf der Grundlage unserer jeweiligen gemeinsamen Kriterien soll auch jede Person oder Gruppe die Verantwortung für Entscheidungen übernehmen, die im Alltag getroffen werden müssen. Genauso wie alle Anwesenden gleichermaßen für Entscheidungen, die auf einer Versammlung zustande gekommen sind, die Verantwortung tragen.
Eine Verantwortung, die je nachdem auch beinhalten kann, dass bet wettbonus com man für verursachte Schäden finanziell aufkommt.« (Seite 127) Daraus „ergibt sich, dass Konsens für uns etwas völlig anderes bedeutet als Einstimmigkeit. Für die Einstimmigkeit müssen alle Mitglieder anwesend einer Gruppe oder Organisation anwesend sein. Das entspricht einer Abstimmung, bei der alle dafür sind. In unserem Fall ist die Entscheidung Konsens, wenn sie unserem »Wir« entspricht, d.h. den Kriterien, die wir in diesem Moment teilen – unabhängig davon, ob diese Entscheidung von einer Person, einer informellen Gruppe oder auf einer Versammlung gefällt wurde.“ Daß diese Form der Entscheidungsfindung nichts mit unserer deutschen Vorstellung von einem „Konsens“ zu tun hat, ist augenfällig.
Wenn es möglich ist, daß nur eine einzige Person aufgrund ihres »Wir«-Gefühls in einem Moment etwas entscheidet, dann führt das zwangsläufig zu der Erkenntnis, daß „es keine »endgültigen« Entscheidungen, außer in den Fällen, in denen für Verbesserungen keine Zeit mehr bleibt“ gibt. Daraus folgt dann konsequent: „Es gibt jederzeit das Recht zu protestieren. Das Thema kann jederzeit und auf jedem Treffen neu verhandelt werden, falls jemand nicht einverstanden oder der Meinung ist, dass beim Zustandekommen des Beschlusses persönliche Kriterien die Überhand gewonnen haben.“ In der Realität bedeutet dies – nach jahrelangen eigenen Erfahrung in einem recht überschaubaren Kollektivbetrieb –, dass einmal gefällte Entscheidungen nicht mehr hinterfragt werden, weil rückwirkend kaum Änderungen möglich sind im ökonomischen Alltag oder es extrem unangenehm sein kann, immer und immer auf einem oder mehreren Fehlern eines einzelnen oder einer kleinen „informellen Gruppe“ des Kollektivs herumzuhacken. Diese blauäugige Verklärung der realen Umstände, die in einem wirtschaftlichen Betrieb bestehen, sind evident. Wer macht sich gerne zum Kritiker, wenn hinter dem Rücken der Mehrheit Entscheidungen gefällt wurden, die dann jedoch »endgültig« sind, weil zum Beispiel Verträge nicht so einfach durch ein späteres Plenum rückgängig gemacht werden können? wird durch interne „Transparenz“ und eine ordentliche Buchführung, die nachvollziehbar macht, daß keine Superlöhne gezahlt werden können, überflüssig.
Und selbst wenn falsche Beschlüsse revidiert werden können, ist es eventuell fatal, weil sie unter „Umständen große ökonomische Verluste nach sich ziehen“. Und wer will dafür schon gerne verantwortlich gemacht werden? Etwas Zahlensalat Für mich ist der Umgang mit Zahlen in diesem Buch doch etwas gewöhnungsbedürftig bzw. auch fragwürdig. CECOSESOLA wurde 1967 gegründet bzw. Natürlich waren die Vorwürfe der opponierenden und demagogisch agitierenden Gewerkschafts-Möchtegern-Funktionäre (vielleicht erhofften sie sich einen besseren Lohn oder gar eine Freistellung als Betriebsgewerkschaftsfunktionär) im Sinne der Kooperative nicht sinnvoll.
| Zeitraum | Entwicklungsschritt | Bedeutung für Berlin |
|---|---|---|
| Spätes 19. Jh. | Erste legale Wettstuben | Etablierung als urbanes Phänomen |
| Weimarer Republik | Blütezeit im Unterhaltungsviertel | Touristische Anziehungskraft |
| NS-Zeit | Verbot und Verfolgung | Vollständige Unterdrückung |
| Nachkriegszeit (West) | Illegale Hinterzimmerwetten | Teil der Schattenwirtschaft |
| Seit 2012 | Lizenzierte Sportwetten-Anbieter | Staatlich regulierter Markt |