Betreuungen, für die eine Hauptdiagnose vorliegt, dargestellt.
| Altersgruppe | Anteil an Wettern | Präferierte Plattform | Häufigkeit |
|---|---|---|---|
| 18-29 Jahre | 38 % | Mobile App | Täglich / Wöchentlich |
| 30-44 Jahre | 42 % | Desktop & Mobile | Wöchentlich |
| 45-59 Jahre | 16 % | Desktop | Wöchentlich / Monatlich |
| 60+ Jahre | 4 % | Desktop / Ladengeschäft | Monatlich |
Ein Vorteil des Heranziehens der prozentualen Anteile ist, dass Verteilungen aufgrund der großen Fallzahlen weniger anfällig gegenüber geringfügigen Veränderungen der Grundgesamtheit (das heißt, Anzahl und Zusammensetzung der teilnehmenden Einrichtungen) sind. Die DSHS umfasst Informationen auf zwei Ebenen: Zum einen auf der Einrichtungsebene, wo primär strukturelle Merkmale und umgesetzte Angebote der Suchthilfeeinrichtungen erfasst werden. Zum anderen auf Ebene der durchgeführten Betreuungen / Behandlungen mit Informationen zur dort betreuten / behandelten Klientel (soziodemographische und suchtbezogene Aspekte, betreuungs- / behandlungsspezifische Merkmale).
Dies ist auf die einschneidende Regulierung des Glücksspielstaatsvertrags und die Präsenz des Schwarzmarkts zurückzuführen. Seit der Neuregelung der Sportwettsteuer im Jahr 2012 durch das Rennwett- und Lotteriegesetz erhalten die Bundesländer erhebliche Einnahmen aus Sportwetten. Derzeit erhalten sie 5,3 Prozent jedes Wetteinsatzes in Deutschland. Seit Inkrafttreten des Glückssspielstaatsvertrags 2021 sind die Umsätze der Sportwettenbranche und damit auch die Steuereinnahmen der Bundesländer jedoch rückläufig. Diese negative Entwicklung hat zwei Gründe: Die mangelnde Attraktivität des legalen Sportwettenmarktes und der insbesondere im Internet florierende Schwarzmarkt.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), zu deren Aufgaben auch der Vollzug gegen das illegale Glücksspiel im Internet zählt, hat also noch viel Arbeit vor sich. Vollzugsbemühungen alleine reichen jedoch nicht aus, um langfristig einen gut funktionierenden regulierten Sporwettenmarkt in Deutschland zu etablieren. Genauso wichtig ist es, die legalen Sportwettenanbieter im Wettbewerb mit illegalen Angeboten zu stärken. Konkret heißt das, dass den erlaubten Anbietern angemessene Werbung für ihre Produkte ermöglicht werden muss. Zudem sollten sich Produktbeschränkungen – zum Beispiel im Bereich des Wettprogramms – daran orientieren, was von Kunden nachgefragt wird. Bei den hier dargestellten Daten handelt es sich jeweils um Zugänge an Betreuungen in der ambulanten Suchthilfe bzw. beendete Behandlungen in der stationäre Suchthilfe, für die eine Hauptdiagnose vorlag. Die Daten der einzelnen Jahre sowie eine detaillierte Erläuterung ihrer Erhebung sind unter verfügbar. Der Anteil der Betreuungen in ambulanten Suchthilfeeinrichtungen, die auf eine Problematik durch pathologisches Spielen zurückgehen, lag im Jahr 2024 bei 3,4 %, in stationären Einrichtungen bei 1,5 %. Männer sind etwa neun Mal häufiger betroffen als Frauen. So lag der Anteil der Männer in stationären Rehabilitationseinrichtungen im Jahr 2024 bei 90 %.
Deshalb müssen wir früher eingreifen, Risiken klar benennen und Betroffenen rechtzeitig Hilfe anbieten – bevor aus riskantem Spiel der soziale und wirtschaftliche Absturz wird." 36,4 % der 16- bis 70-Jährigen in Deutschland haben in den letzten 12 Monaten an einem Glücksspiel teilgenommen – Männer in größerem Maße als Frauen. Unter den 16- und 17-Jährigen, für die Glücksspiele gesetzlich nicht erlaubt sind, geben immerhin 11,6 % an, in den letzten 12 Monaten daran teilgenommen zu haben. Die Abbildung unten zeigt, wie viel Prozent der Befragten angaben, an Glücksspielen teilgenommen zu haben, und wie sich die Teilnahme auf die verschiedenen Zugangswege zum Glücksspiel verteilt. ℹ Hinweise zu den Abbildungen Am oberen Rand der Abbildung können Sie sich mittels der Buttons durch verschiedene Ansichten (z.B. Durch Klicken auf die Beschreibungen in den Grafik-Legenden (z.B.
„Männer“) können Sie zudem einzelne Linien ein- oder ausblenden. Der Glücksspielsurvey soll dazu beitragen, bessere epidemiologische Erkenntnisse über Glücksspielteilnahme und probleme der bundesdeutschen Bevölkerung zu erhalten. Auf der Grundlage solcher Daten können Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden. Die Erhebung erfolgt seit 2007 alle zwei Jahre mithilfe einer kombinierten Telefon- und Onlinebefragung. Die Grundgesamtheit der Studie ist die deutschsprachige Bevölkerung zwischen 16 und 70 Jahren. In ambulanten Einrichtungen lag der Anteil mit 89 % nur knapp darunter. Laut Glücksspielsurvey 2025 erfüllten insgesamt 5,5 % bzw. 2,2 % der erwachsenen Personen in Deutschland die Kriterien für ein riskantes Spielverhalten bzw.
einer Störung durch Glücksspielen. Dies entspricht hochgerechnet etwa 4,4 Mio. Menschen (die Diagnosekriterien finden sich zum Beispiel im aktuellen Glücksspielatlas, S. 67). Die Abbildung unten zeigt diese Werte getrennt für Männer und Frauen im Jahr 2025 als die Zahlen zuletzt erhoben wurden. „Männer“) können Sie einzelne Balken aus- und wieder einblenden.
Die Statistik wird jährlich erhoben bet seriöse wettanbieter und veröffentlicht, wobei Suchthilfeeinrichtungen grundsätzlich nicht zur Teilnahme verpflichtet sind. Dennoch beteiligt sich die Mehrheit der ambulanten Suchthilfeeinrichtungen (Datenjahr 2024: 77 %) sowie gut die Hälfte der stationären Rehabilitationseinrichtungen (Datenjahr 2024: 54 %) an der Erhebung. Da die Zusammensetzung der datenliefernden Einrichtungen von Jahr zu Jahr leicht variiert (offene Kohorte) lassen sich absolute Fallzahlen nur begrenzt interpretieren. Stattdessen wird hier der prozentuale Anteil der Behandlungen bzw. Betreuungen aufgrund der Glücksspielproblematik an allen Behandlungen bzw. Mit dem Glücksspielsurvey soll ein Beitrag geleistet werden, die epidemiologischen Erkenntnisse über die Glücksspielteilnahme und -probleme der bundesdeutschen Bevölkerung weiter zu verbessern.
Die letzte Befragung stammt aus dem Jahr 2025. Da für die Erhebung im Jahr 2021 die Methodik grundlegend überarbeitet wurde, sind Vergleiche nur seit dieser Erhebungswelle des Glücksspielsurveys sinnvoll. Ergebnisse aus früheren Erhebungen werden daher nicht dargestellt. Die hier dargestellten Daten sind dem Glücksspielsurvey 2025 (Abbildung 1 und 2) entnommen. Die Corona-Pandemie hat auch im Glücksspiel ihre Spuren hinterlassen.
Durch die pandemiebedingten Lockdowns in den Jahren 2020 und 2021 mussten stationäre Spielstätten schließen und Wetten auf Sportergebnisse waren in dieser Form nur eingeschränkt möglich. Seitdem ist die Zahl derer, die in den letzten 12 Monaten an mindestens einem Glücksspiel teilgenommen haben, von knapp 30 % im Jahr 2021 auf 36,4 % im Jahr 2025 gestiegen. Männer (40,4 %) sind affiner für Glücksspiele als Frauen (32,4 %). Besonders deutlich wird der Geschlechtsunterschied bei den Sportwetten. Männer nehmen im Vergleich zu Frauen fast fünfmal so häufig an dieser Spielform teil. Die hier dargestellten Daten sind dem aktuellen Bericht des Glücksspielsurveys (Tabelle 7) entnommen. 6,9 % der 18- bis 70-jährigen Männer und 4,1 % der Frauen erfüllen die Kriterien eines riskanten Spielverhaltens. Hochgerechnet sind dies knapp 3,1 Millionen Personen.
3,2 % der Männer und 1,0 % der Frauen erfüllen die Diagnosekriterien einer „Störung durch Glücksspielen“.
Denn lebensfremde Restriktionen führen insbesondere im Internet zu der schon heute stattfindenden schnellen Abwanderung der Spieler zu nicht regulierten Angeboten. Es ist im Interesse aller Seiten, den regulierten Sportwettenmarkt zu stärken, denn nur in diesem Umfeld können Spieler-, Jugend- und Verbraucherschutz sowie die Integrität des sportlichen Wettbewerbs gewahrt werden. Hochgerechnet etwa 1,3 Millionen Erwachsene in Deutschland leiden unter einer Störung durch Glücksspielen. Hochgerechnet gut 1,3 Millionen Menschen erfüllen die Diagnosekriterien einer glücksspielbezogenen Störung, weitere 3,1 Millionen Menschen weisen Anzeichen für ein problematisches Glücksspielverhalten auf. Knapp 36 % der 16- bis 70-Jährigen in Deutschland haben in den vergangenen 12 Monaten mindestens ein Glücksspiel gespielt, Männer (40,4 %) häufiger als Frauen (32,4 %).
Bei knapp über 3 % der suchttherapeutischen Behandlungspisoden in der ambulanten Suchthilfe steht eine Problematik des pathologischen Spielens im Vordergrund. "Glücksspielsucht kann Existenzen in kürzester Zeit zerstören. Die Mechanismen – im Wettbüro, am Automaten oder online – sind gezielt darauf ausgelegt, Spielende zu binden, Verluste zu verschleiern und immer weiterzuspielen. Neurowissenschaftlich ist gut belegt, dass Glücksspiel das Belohnungssystem stark aktiviert und eine Dynamik erzeugt, die viele Betroffene nicht mehr allein stoppen können. Besonders Online-Angebote mit schnellen Spielrunden und permanenter Verfügbarkeit erhöhen dieses Risiko erheblich. Somit sind etwa 3/4 der hiervon betroffenen Personen Männer.
Im Jahr 2023 setzten 6,4 % der Männer und 1,3 % der Frauen Geld bei Sportwetten ein (siehe Glücksspielsurvey 2025, Tabelle 5). Aktuell nehmen 16,6 % der erwachsenen Allgemeinbevölkerung an ausschließlich stationären Glücksspielen teil. Das sind mehr als an ausschließlich online zugänglichen Glücksspielen (10,8 %). In den vergangenen Jahren ist aber ein stärkerer Anstieg für online zugängliche Glücksspiele zu beobachten. 3,4 % der ambulanten Betreuungen mit einer Suchtproblematik gehen auf pathologisches Spielen als Hauptdiagnose zurück.
Knapp 90 % der behandelten Personen sind männlich. Dies ergibt sich aus den Ergebnissen der Deutschen Suchthilfestatistik. ℹ Hinweis zur Abbildung Durch Klicken auf die Beschreibungen in den Grafik-Legenden (z.B. „Ambulant“) können Sie einzelne Linien aus- und wieder einblenden. Die Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS) erfasst deutschlandweit Beratungs- und Behandlungsvorgänge in ambulanten wie (teil-)stationären Einrichtungen der Suchthilfe. Der Bevölkerungsanteil mit einer leichten Störung liegt bei 0,9 %, der mit einer mittelgradigen Störung bei 0,6 % und der mit einer schweren Störung bei 0,6 % (siehe Glücksspielsurvey, Tabelle 7). Der Schweregrad der Störung kann auch Auswirkungen auf den durchschnittlichen monatlichen Einsatz für Glücksspiele haben. Laut Angaben des Glücksspielatlas 2023 leiden fast alle Personen mit einer Störung durch Glücksspielen früher oder später in ihrem Leben auch an einer anderen psychischen Störung.
| Sportart | Anteil am Wetteinsatz | Typische Wettmärkte | Saisonhöhepunkt |
|---|---|---|---|
| Fußball | 68 % | Sieger, Tore, Doppelchance | Ganzjährig (Ligen) |
| Tennis | 12 % | Matchsieger, Sätze, Games | Grand-Slam-Turniere |
| Basketball | 8 % | Punkte, Viertel, Handicap | NBA-Playoffs |
| Eishockey | 5 % | Sieger, Tore, Over/Under | DEL-Playoffs |
| Formel 1 | 4 % | Rennsieger, Podium, Pole | Rennwochenenden |